Die Allianz für Aus- und Weiterbildung, an der Bund, Länder, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sind, beschließt bei einer Videokonferenz eine “Gemeinsame Aktion zur Stärkung von Ausbildungsbetrieben und jungen Menschen in der Corona-Pandemie”. Mit etwa 700 Millionen Euro will die Bundesregierung in der Corona-Pandemie den weiteren Rückgang der betrieblichen Ausbildung eindämmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagt in einer gemeinsamen Pressemitteilung aller Beteiligten, damit würden junge Menschen und Betriebe unterstützt, auch unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie Ausbildungen erfolgreich zu beenden und neue Lehrverträge zu schließen.

Mit der Verdoppelung der Ausbildungsprämien, wenn Betriebe die Zahl ihrer Lehrlinge konstant halten oder sogar erhöhen, soll “eine Katastrophe am Ausbildungsmarkt ” abgewendet werden, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).  Derzeit sind bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund zwölf Prozent weniger Lehrstellensuchende für das neue Ausbildungsjahr 2021/2022 registriert. Bereits 2020 waren fast 58.000 weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. DGB-Vizechefin Elke Hannack weist darauf hin: “Es ist fünf vor zwölf auf dem Ausbildungsmarkt.” Wenn sich der Abwärtstrend aus dem Jahr 2020 fortsetze, “droht uns in zwei Jahren der Verlust von fast 100.000 Neuverträgen”.

Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger begrüßte die Ausweitung des Schutzschirms. “Unsere Ausbildung ist nicht geschlossen wegen Corona, ganz im Gegenteil”, sagte Dulger. Die wichtigste Botschaft sei: “Bitte nicht aufhören, weiter um einen Ausbildungsplatz bewerben.”

Die gemeinsame Pressemitteilung finden Sie auf der Seite des Bundesminsterium für Wirtschaft und Energie.

Nähere Informationen zur Allianz für Aus- und Weiterbildung sowie zur Gemeinsamen Aktion finden Sie unter www.aus-und-weiterbildungsallianz.de.