Eigentlich hätte er längst den Ruhestand genießen können, doch Klaus Preß ging noch einmal in die Verlängerung. In wenigen Tagen ist dann endgültig Schluss. Der langjährige Mitarbeiter des Jugendamts Berlin-Reinickendorf wird als stets engagierter Akteur zugunsten von jungen Menschen in Erinnerung bleiben.

Besonders tat er sich im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit hervor. In den 1990er Jahren forcierte er hier diverse Projekte, unter anderem überbetriebliche Ausbildungsangebote und das Ausbildungsplatzprogramm, welches bis heute unter dem Namen Berliner Ausbildungsplatzprogramm (BAPP) in Berlin zusätzliche Ausbildungsplätze ermöglicht. In diesem Kontext gilt er als einer der Geburtshelfer des Regionalen Ausbildungsverbundes Reinickendorf (RAV).

Bis zuletzt ist er aktives Mitglied im Netzwerk, auch wenn sich seine Handlungsspielräume aufgrund der Veränderungen der Zuständigkeiten bei Initiierung und Finanzierung passgenauer Projekte für junge Menschen am Übergang Schule-Beruf seit Mitte der 2000er Jahre deutlich eingeschränkt hatten.

Auch für viele Projekte sowie für die Jugendzentren im Bezirk setzte Herr Preß sich ein. Dementsprechend war im Mai 2020 eine große Abschiedsparty geplant. Dazu kam es aufgrund der Corona-Pandemie nicht. So konnte sich der Reinickendorfer RAV-Netzwerkkoordinator Kilian Daske nur im Rahmen eines Abschiedskaffees bei Klaus Preß für seiner herausragende Arbeit bedanken und beste Wünsche für die kommenden Jahre aussprechen.